Eine Stimme, die nicht glatt ist – sondern trägt. „Der Mann mit der rostigen Stimme“ erzählt von einem Leben zwischen Staub, Zeit und Musik, von Wahrheiten, die nicht laut sein müssen, um zu bleiben. Ein Song über Haltung, Echtheit und den Klang, der nie ganz vergeht.
(Strophe 1) Geboren in Kanada, zog er früh hinaus, mit Gitarre auf dem Rücken, Musik in seinem Bauch. Von Winnipeg nach L.A., mit Wind in der Brust, spielte er Songs, als wär’s ein innerer Fluss. Buffalo Springfield, kurze Zeit, doch er trug schon Sturm in seinem Kleid. Dann kam Crazy Horse, die wilde See – ein Sound so roh, so zart, so weh. (Refrain) Oh Neil, der Mann mit der rostigen Stimme, dein Lied zieht wie Rauch durch die Zeit. Du singst von der Liebe, dem Krieg und der Ferne, und gibst uns ein Stück Ewigkeit. (Strophe 2) Er sang für Ohio, für alle, die fielen, für Farmer und Träumer, für verlorene Spiele. Mit „Heart of Gold“ suchte er Frieden in sich, doch blieb immer ruhelos – brüchig und schlicht. Mal elektrisch, mal folkig, mal ganz allein, ließ Trends an sich abprallen wie harten Stein. Er sprach durch die Saiten, nicht durch das Licht, verbeugte sich nie vor dem Kommerz-Gesicht. (Refrain) Oh Neil, der Mann mit der rostigen Stimme, dein Lied zieht wie Rauch durch die Zeit. Du singst von Maschinen, Natur und dem Sterben, und gibst uns ein Stück Ehrlichkeit. (Bridge) Mit einer Feder gegen den Strom, mit rostiger Stimme, doch nie ohne Ton. Er verlor nie den Blick für das große Ganze – der letzte Hippie, mit Haltung im Tanze. (Strophe 3) Heute noch steht er da, knorrig, klar, mit Hut, Gitarre, grauem Haar. Er kämpft für Vinyl, für die Umwelt, für Recht, und bleibt sich selbst treu – leise und echt. (Letzter Refrain) Oh Neil, der Mann mit der rostigen Stimme, du bleibst unser Klang, unser Geist. Ein Rebell, ein Poet, ein flackerndes Feuer – ein Echo, das niemals verweist. (Outro) Und wenn irgendwann die Saiten verstummen, bleibt dein Lied – unvergessen, willkommen.
Zu viele Stimmen, zu viele Trends – und kaum noch Platz für echte Gedanken. „Trend mich nicht voll“ hält der Dauerbeschallung den Spiegel vor: zwischen Lifehacks, Filtern und Algorithmen geht oft genau das verloren, was uns eigentlich ausmacht. Ein Song über Reizüberflutung, Selbstoptimierung und den Wunsch, einfach mal wieder echt zu sein.
[Strophe 1] Ich wache auf, der Tag ist jung, doch TikTok schreit mich an mit schrillem Schwung. Ein Typ tanzt halbnackt auf ’nem E-Roller, drunter steht: „Er hat den Sigma-Vibe, Bro, holler!“ Danach ein Girl mit Lippen wie’n Ballon, erzählt mir was von Detox-Zitronenlotion. Im Hintergrund läuft ein Loop aus Lo-Fi-Dröhnung, und ich frag mich: Ist das noch Selbstdarstellung oder schon Versöhnung? [Pre-Refrain] Ich scroll’ durch die Matrix, Daumen im Dauerstress, hab den Überblick verloren – was ist echt, was nur Dreck? [Refrain] Trend mich nicht voll mit noch ’nem Lifehack, der dein Leben ändert, wenn du drei Mal klatschst, zack! Ich brauch kein Cold Plunge um zu spüren, dass wir im Netz grad kollektiv erfrieren. Trend mich nicht voll mit noch ’nem Algorithmus-Fluch, der mir sagt, wie ich sein muss – hab davon genug! Wenn alles nur glänzt, doch innerlich fault, dann ist Viralität nur das Gegenteil von Applaus. --- [Strophe 2] Jetzt tragen sie wieder Crocs mit Glitzersteinen, und nennen’s „Core-Aesthetic“ – könnt' fast weinen. Der neueste Schrei ist „Silent Walking“, früher nannten wir das einfach: Spazieren, du Trottel. Sie basteln aus Wasserflaschen halbe Religionen, verkaufen dir ’nen Schluck für innere Visionen. Und jeder Zweite ist plötzlich Coach für dein Leben, nach drei Podcasts und 'nem Wochenende Schweben. [Pre-Refrain] Ich bin nicht besser, ich bleib auch hängen, doch frag mich oft: Wann fangen wir wieder an zu denken? --- [Refrain] Trend mich nicht voll mit noch ’nem Glow-Up, ich will nicht glänzen, ich will einfach mal stopp. Nicht jeder Tag muss optimiert sein, nicht jedes Essen braucht 'nen Filter-Feinschliff, nein. Trend mich nicht voll mit deinem Dopamin-Trick, nur weil du mal fünf Likes hast auf deinem Picknick. Wenn alles nur spielt, sich nichts mehr bewegt, dann ist viral sein wie stehen im Wind – man lebt, aber schräg. --- [Bridge – gesprochen/gerappt] Du bist, was du teilst – sagt der Algorithmus, doch ich teil nur noch Stille, mein digitaler Schluss. Denn wenn jeder Trend schreit: „Folge mir blind!“, dann werd’ ich lieber taub, als noch einer von ihnen. --- [Refrain – ruhig, dann wieder laut] Trend mich nicht voll – ich hab' schon genug. Ich bau' mir 'ne Pause, aus Schweigen und Mut. Ich will echte Gespräche, kein "Reel Reaction", und weniger FOMO, mehr echte Connection. [Outro – leise, akustisch] Trend mich nicht voll… Lass mich mal einfach… nicht performen. Ich bin nicht hier für Klicks – ich will mich nur wieder spüren… vorm Bildschirm.
Drei Uhr nachts, irgendwo am Stadtrand. Neonlicht, nasser Asphalt und ein Motor, der noch läuft. „Neon um Drei“ erzählt von diesen Momenten dazwischen – wenn die Welt stillsteht, aber der Kopf nicht aufhört zu fahren. Ein Lied über Einsamkeit, Bewegung und die leise Frage, ob man einfach weiterfährt – oder endlich irgendwo ankommt.
[Verse 1] Neonlicht um drei Uhr nachts Tankstelle am Stadtrand kalter Kaffee in der Hand der Motor läuft noch warm Der Asphalt glänzt vom Regen kein Auto weit und breit nur das Summen der Laternen und zu viel Zeit im Kopf [Chorus] Neon um drei die Stadt schläft längst doch mein Kopf fährt weiter durch jede verdammte Nacht Neon um drei kein Ziel in Sicht nur der Tank halb leer und Gedanken im Licht [Verse 2] Radiostimmen rauschen leise irgendein alter Song der schon tausendmal erzählt hat dass man weiterfahren soll Ich seh mich selbst im Spiegel im Glas der Automatentür und frag mich für Sekunden wer dieser Typ hier ist [Chorus] Neon um drei die Stadt schläft längst doch mein Kopf fährt weiter durch jede verdammte Nacht Neon um drei kein Ziel in Sicht nur der Tank halb leer und Gedanken im Licht [Bridge] Vielleicht fahr ich gleich weiter vielleicht bleib ich noch hier zwischen Zigarettenrauch und diesem kalten Neon Vielleicht wartet irgendwo eine Straße ohne Kreis doch im Moment reicht es einfach wach zu sein [Final Chorus] Neon um drei die Stadt schläft längst doch mein Kopf fährt weiter durch jede verdammte Nacht Neon um drei Motor und Licht und irgendwo da draußen wartet vielleicht ein Ziel
Früher war alles lauter. Gedanken, Gefühle, Musik. Heute ist es stiller geworden – und genau darin liegt die Frage. „Mir fehlt das Drama“ ist ein Lied über den Moment, in dem der Sturm nachlässt und man sich fragt, ob man etwas verloren hat – oder ob man einfach nur noch nicht gelernt hat, die Ruhe zu hören. Ein Song zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Wut und Frieden.
[Verse 1] Früher war mein Kopf ein Sturm jede Nacht ein neues Lied Worte kamen wie Gewitter ohne dass man danach rief Heute sitz ich mit der Gitarre Stille hängt im Raum und ich warte auf den Funken doch er kommt einfach kaum [Pre-Chorus] Alles ist ein bisschen ruhiger seit ich mich neu zusammensetz und ich frag mich leise ob ich etwas dabei verlier [Chorus] Mir fehlt das Drama mir fehlt der Sturm früher brannte jede Zeile heute bleibt es still und stumm Mir fehlt das Drama die schlaflose Nacht doch vielleicht hab ich den Frieden nur noch nicht zum Lied gemacht [Verse 2] Alte Songs von mir erzählen von einem anderen Ich der noch gegen Schatten kämpfte die ich heute kaum noch seh Manchmal leg ich sie wieder auf und hör dem Fremden zu und ich frag mich beim Zuhören war das wirklich ich – oder nur Wut [Chorus] Mir fehlt das Drama mir fehlt der Sturm früher brannte jede Zeile heute bleibt es still und stumm Mir fehlt das Drama die schlaflose Nacht doch vielleicht hab ich den Frieden nur noch nicht zum Lied gemacht [Bridge] Vielleicht braucht jede Stille nur ein anderes Ohr vielleicht liegt ein neues Lied schon längst irgendwo davor Vielleicht muss ich nur lernen anders hinzusehn denn auch in ruhigen Wassern kann ein tiefer Strom entstehn [Final Chorus] Mir fehlt das Drama doch ich bleib noch hier mit der Gitarre in den Händen und der Stille neben mir Mir fehlt das Drama doch vielleicht genau liegt irgendwo im Frieden mein nächstes Lied schon laut
Wir sagen, Gewalt sei falsch – solange sie nicht vor unseren Augen passiert. Wir nennen es Markt, System oder Ordnung und lassen andere die Dinge tun, für die wir selbst keine Verantwortung tragen wollen. **„Ausgelagerte Moral“** ist ein Song über bequeme Gewissen, organisierte Unschuld und die Frage, warum derjenige zum Problem wird, der Gewalt sichtbar macht – nicht der, der sie bezahlt.
Strophe 1 Ihr sagt: Gewalt ist falsch und meint: nicht vor euren Augen Ihr zahlt dafür, dass sie passiert und nennt Abstand dann Moral Wenn ich zuschlage, haltet ihr mich fest nennt es Gesetz, nennt es Recht Wenn Konzerne töten, nennt ihr es Markt und schaut weg – konsequent Refrain Ihr habt Moral, wenn sie nichts kostet Gewissen, wenn ihr es abgebt Ihr seid nicht gegen Gewalt ihr seid nur dagegen, sie selbst zu tragen Strophe 2 Ihr esst Tiere, drei Mal am Tag und sagt: so ist die Welt Wenn jemand das Töten zeigt, nennt ihr ihn krank, nicht euch selbst Ihr sagt: Freiheit ist wichtig aber nur bis sie euch trifft Ihr sagt: Verantwortung teilen und meint: jemand anders soll sie übernehmen Refrain Ihr habt Moral, wenn sie nichts kostet Haltung, solang sie bequem ist Ihr seid nicht gut, ihr seid organisiert damit ihr euch nicht schuldig fühlt Strophe 3 Ihr hasst Täter und liebt Systeme Nennt alles Einzelfall damit nichts sich ändern muss Ihr ruft nach Menschlichkeit wenn jemand laut wird Doch Ruhe ist euch wichtiger als Wahrheit Bridge Ich sage nicht, dass ich besser bin Ich sage nur, dass ihr lügt Nicht zu mir sondern zu euch selbst jeden Tag Refrain (letzte) Eure Moral ist ausgelagert Euer Gewissen hat einen Vertrag Schuldig ist immer der, der es sichtbar macht nicht der, der dafür bezahlt Outro Nennt mich brutal wenn ich es ausspreche Nennt euch ehrlich wenn ihr wegseht Aber verwechselt euch nicht mit gut nur weil ihr euch nicht die Hände schmutzig macht.
Der Wecker klingelt um sechs vierzig. Kaffee, Bus, Arbeit, Supermarkt – und dann wieder von vorn. Kein großes Drama, kein großer Traum. Nur ein Leben, das leise weiterläuft, Tag für Tag. **„Sechs Vierzig“** erzählt von der stillen Routine eines ganz normalen Lebens – von den kleinen Momenten, die niemand bemerkt, und von der Frage, die manchmal kurz auftaucht und genauso schnell wieder verschwindet.
Strophe 1 Der Wecker klingelt um sechs vierzig nicht zu früh, nicht zu spät Er steht auf, ohne nachzudenken weil es so jeden Morgen geht Der Kaffee ist heiß, schmeckt wie immer das Fenster beschlagen vom Licht Der Nachbar steht unten und raucht sie nicken sich zu mehr passiert nicht Strophe 2 Die Straße kennt seinen Schritt der Bus kennt sein Gesicht Die gleichen Menschen, die gleichen Plätze nur die Werbung ändert sich Jemand lässt die Tür fallen er hält sie automatisch auf Kein Danke, kein Blick nicht aus Unhöflichkeit es fällt einfach nicht auf Refrain Es ist kein gutes Leben kein schlechtes kein Plan, kein Ziel Es ist seins und es läuft weiter Tag für Tag ziemlich stabil Strophe 3 Mittag allein, das Radio redet über Dinge, die ihn nicht meinen Kriege, Zahlen, Versprechen alles bleibt irgendwo draußen Er isst, was satt macht nicht, was schmeckt schaut auf die Uhr und denkt kurz dass der Tag fast geschafft ist Strophe 4 Nach Feierabend der Supermarkt gleiche Kasse wie immer Die Kassiererin kennt seinen Namen nicht aber sein Gesicht schon Ein kurzer Blick, ein neutrales Lächeln die Karte piept, er geht Er denkt nicht darüber nach wie lange das schon so ist oder wie lange noch Refrain Es ist kein gutes Leben kein schlechtes kein Traum, kein Streit Es ist seins und es reicht um morgens aufzustehen jeden Tag Bridge Zu Hause zieht er die Schuhe aus stellt sie ordentlich hin Setzt sich an den Tisch isst etwas Einfaches Stille, die nicht weh tut aber auch nichts sagt Ein Gedanke kommt kurz vorbei: War das alles? Er bleibt nicht Strophe 5 Er macht das Licht im Bad aus stellt den Wecker wieder auf sechs vierzig Nicht aus Hoffnung nicht aus Angst sondern weil morgen auch wieder ein Tag ist Letzter Refrain Es ist kein großes Leben kein kleines kein, das man erklärt Es ist einfach da und er bleibt ohne Grund ohne Versprechen aber ehrlich Outro Dienstag, sechs vierzig. Und es geht weiter.
Tagsüber trägt er Uniform und geht durch Straßen voller Regeln, Pflicht und Erwartungen. Doch wenn die Nacht kommt, das Neonlicht flackert und die Musik aus alten Boxen tropft, beginnt ein anderes Leben. Zwischen Spiegeln, Glitzer und einer Bühne voller Mut entdeckt Norbert eine Seite von sich, die lange verborgen war. **„Silva bei Nacht“** erzählt von der Freiheit, für ein paar Stunden jemand anderes – oder vielleicht zum ersten Mal wirklich man selbst – zu sein.
Verse 1 Blaulicht flackert an da Wand Parfum, Neon, schwerer Rauch Norbert kummt mit seine Leit nur a Einsatz, denkt er auch Musik tropft aus alten Boxen High Heels auf am Holzfußboden und im Licht von dera Bühne steht die Lola, lässig oben Pre-Chorus Sie sagt: "Heast, du schaust so ernst oida, locker – schau di um" und irgendwas in seinem Innern wird auf einmal laut und stumm Chorus Tagsüber trägt er Uniform steht für Ordnung, Pflicht und Macht doch unter Neon, Spiegel, Glitzer wird er Silva in da Nacht Silva in da Nacht Glitzer in da Luft all der Druck in seiner Brust holt zum ersten Mal Luft Verse 2 Lola zeigt ihm ihre Farben Puder, Lippenstift und Mut steht mit ihm vorm großen Spiegel lacht und sagt: "Des steht da gut" Jeder Schritt a kleines Beben jeder Blick a neues Gfühl und der Mann in seiner Uniform merkt auf einmal, was er will Chorus] Tagsüber trägt er Uniform steht für Ordnung, Pflicht und Macht doch unter Neon, Spiegel, Glitzer wird er Silva in da Nacht Silva in da Nacht Heels auf Holz und Licht all die Dinge, die er spürt sagt er tagsüber halt ned Bridge Zwischen Sirenen und Applaus liegt a Leben, des ihn ruft zwischen Spiegel, Puder, Lachen holt er endlich wieder Luft Final Chorus Tagsüber geht er durch die Straßen graues Licht im Morgengraun doch sobald die Bühne glitzert wird aus Norbert wieder Traum Silva in da Nacht Glitzer überall und sein Herz, des viel zu lang nur im Stillen schlagen wollt
Die Straßen sind vielleicht leiser geworden, doch manche Rhythmen verschwinden nie. Zwischen alten Doc Martens im Schrank, einer Ukulele auf dem Knie und Erinnerungen an Nächte voller Offbeat lebt der Groove weiter. „Der Offbeat bleibt“ erzählt von Musik, die nicht von Parolen lebt, sondern von dem Gefühl, das sie in uns hinterlässt. Auch wenn die Stadt stiller geworden ist – der Rhythmus läuft weiter. Bald.
Verse 1 Doc Martens schlafen still im Schrank Staub tanzt leis im Sonnenrand Die Straßen san heut nimmer laut Doch irgendwo spielt no der Sound Pre-Chorus Und wenn der Abend langsam fallt hör i den Offbeat durch die Stadt Chorus Heast, der Rhythmus geht ned fort Der lebt no irgendwo im Wort In jedem Schritt, in jedem Traum Im klanen Zimmer voller Raum Verse 2 Ukulele auf dem Knie De alten Grooves vergess i nie Die Stadt is still, doch tief im Bauch läuft dieser Ska no immer auch Bridge Koane Parolen auf der Haut koana der mehr laut Applaus braucht Nur a Groove der leise sagt dass Musik di weitertragt Chorus Heast, der Rhythmus geht ned fort Der lebt no irgendwo im Wort In jedem Schritt, in jedem Traum Im klanen Zimmer voller Raum
Ein Ballon löst sich aus der Hand eines Kindes und steigt über eine Welt, die gleichzeitig laut, schön und verstörend ist. Von oben sieht er Kriege, Fabriken, Mauern und Menschen, die aneinander vorbeileben. Doch als der Wind ihn wieder zurück zur Erde trägt, begegnet er erneut einem Kind – und plötzlich wirkt alles wieder einfacher. Ein Lied über Perspektive, über das Staunen und darüber, was wir vielleicht vergessen haben, als wir erwachsen wurden.
Einleitung Ich hing an einem Stand auf dem Jahrmarkt Zwischen Spielzeug und Zuckerwatte Ein Kind bleibt stehen Zählt Münzen in seiner Hand Der Verkäufer bindet den Faden fest Und plötzlich gehöre ich ihm Strophe 1 Wir laufen durch volle Straßen Autos, Stimmen, Werbung überall Das Kind hält meinen Faden hoch Als hätte es einen Schatz gefunden Doch der Knoten löst sich Der Wind zieht stärker Der Faden rutscht aus seiner Hand Und ich steige über die Häuser Das Kind wird kleiner unter mir Bis ich es nicht mehr sehen kann Refrain Ich fliege über diese Welt Und sehe, wie ihr miteinander lebt Menschen schreien sich auf Straßen an Während andere einfach weitergehen Ich sehe Soldaten an Grenzen stehen Und Raketen über dunklen Städten Ich bin nur ein Ballon im Wind Und verstehe eure Welt nicht Strophe 2 Ich treibe über Fabriken Rauch steigt in den Himmel Der Fluss darunter ist grau Und niemand scheint sich zu wundern Ich sehe Wälder, die verschwinden Maschinen fällen Baum für Baum Lastwagen fahren Tag und Nacht Und bringen alles irgendwohin Auf einem Bildschirm sehe ich Zahlen Menschen feiern steigende Kurse Während andere ihre Häuser verlieren Refrain Ich fliege über diese Welt Und sehe, wie ihr miteinander lebt Zu viel Lärm und zu wenig Zuhören Zu viel Besitz und zu wenig Zeit Ihr baut Mauern aus Angst Und nennt es Sicherheit Doch von hier oben sieht man Dass ihr alle auf derselben Erde lebt Zwischenteil Von hier oben gibt es keine Grenzen Keine Flaggen, keine Linien Nur Städte, Flüsse und Menschen Die eigentlich zusammengehören Strophe 3 Der Wind wird langsam schwächer Ich sinke über einen kleinen Garten Ein anderes Kind entdeckt mich Und hebt meinen Faden auf Es lacht einfach los Und rennt über den Rasen Als wäre ich das Größte auf der Welt Letzter Refrain Jetzt bin ich wieder nah am Boden Und sehe die Welt durch Kinderaugen Keine Kriege, keine Mauern Nur Himmel über einem Ballon Für dieses Kind bin ich ein Wunder Nur Farbe, Luft und ein Stück Faden Und für einen kleinen Moment Ist die Welt genau richtig Schluss Das Kind hält meinen Faden fest Und schaut nach oben in den Himmel Und ich frage mich Warum ihr Erwachsenen Eine Welt baut In der es irgendwann Vielleicht keine Ballons mehr gibt
„Der Raum“ ist eine Reise durch das eigene Bewusstsein. In einem inneren Raum begegnen sich drei Kräfte: das fühlende, rebellische Kind, der denkende Löwe, der Muster und Wahrheiten erkennt, und der stille Beobachter, der über allem steht. Der Song beschreibt den Versuch, Emotion, Verstand und Selbstwahrnehmung in Balance zu halten – und zeigt, dass selbst im inneren Chaos ein Kern existiert, der alles sieht und zusammenhält. 🧠✨
Strophe 1 In meinem Kopf steht ein weiter Raum Kein Fenster, keine Wand aus Stein Nur Nebel über kaltem Grund Und irgendwo darin – bin ich allein Doch wenn ich tiefer sehen will Bewegt sich etwas im System Drei Stimmen ohne Worte Die mein ganzes Denken nehmen Pre-Chorus Und manchmal wird der Himmel dunkelblau Die Fäden zieh'n sich durch die Nacht Ich hör Gedanken lauter werden Die keiner außer mir gemacht Refrain Da ist ein Kind aus Zorn und Feuer Da ist ein Löwe, der alles versteht Und über beiden steht der Beobachter Der still über das Ganze geht Der eine fühlt, der eine denkt Der dritte hält das Gleichgewicht Und wenn der Raum sich wieder öffnet Dann finde ich zurück ins Licht Strophe 2 Der Löwe sieht in jedem Muster Eine Wahrheit, die sich zeigt Er zieht die Fäden durch Gedanken Bis die letzte Lüge schweigt Doch wenn die Linien enger werden Und die Logik alles frisst Dann weiß ich, dass der Raum verdunkelt Und kein Entkommen möglich ist Pre-Chorus Und irgendwo im Nebel steht Das Kind, das niemals ruhig bleibt Es brennt für alles, was noch zählt Und alles, was die Welt vertreibt Refrain Da ist ein Kind aus Zorn und Feuer Da ist ein Löwe, der alles versteht Und über beiden steht der Beobachter Der still über das Ganze geht Der eine fühlt, der eine denkt Der dritte hält das Gleichgewicht Und wenn der Raum sich wieder öffnet Dann finde ich zurück ins Licht Bridge Und wenn die Mauern enger werden Und der Himmel über mir zerbricht Dann hebt der Beobachter den Blick Und erinnert mich: ich bin das nicht Ich bin der Raum zwischen den Stimmen Die Ordnung im Gedankenmeer Der, der sieht – was alle fühlen Doch keiner sieht es so wie er Letzter Refrain Da ist ein Kind aus Zorn und Feuer Da ist ein Löwe, der alles versteht Und über beiden steht der Beobachter Der ruhig durch die Stürme geht Und wenn die Fäden wieder fallen Und der Nebel leise weicht Dann weiß ich: dieses innere Chaos Ist genau das, was mich erreicht
„Rauch im Zimmer“ erzählt von der schmerzhaften Erfahrung, einem Freund beim langsamen Absturz zuzusehen. Zwischen Zigarettenrauch, dunklen Nächten und Ausreden verliert sich ein Mensch immer tiefer in seiner eigenen Sackgasse – während der Erzähler verzweifelt versucht zu helfen. Der Song handelt von Loyalität, Überforderung und der bitteren Erkenntnis, dass man jemanden lieben kann, ohne ihn retten zu können. Am Ende bleibt nur der Schritt zu gehen, bevor man selbst im gleichen Dunkel verschwindet. 🎵
Strophe 1 Dein Zimmer riecht nach kaltem Rauch und nach Tagen ohne Morgen. Der Bildschirm flimmert blaues Licht, du sagst, die Welt hat dich verloren. Der Kaffee steht seit Stunden kalt, die Vorhänge sind zugezogen. Du redest von den falschen Leuten, die dich immer nur betrogen. Pre-Chorus Ich hab versucht, dich rauszuziehen aus diesem Kreis aus Nacht und Lärm. Doch jedes Wort fiel auf den Boden und keiner hat es aufgewärmt. Refrain Du sagst, die Welt ist gegen dich, doch ich seh nur, wie du verschwindest. Zwischen Rauch und leeren Tagen und Geschichten, die du erfindest. Ich hab versucht, dein Licht zu finden, hab fast mein eigenes verloren. Manchmal kann man jemanden lieben und ihn trotzdem nicht mehr tragen. Strophe 2 Der Tisch voll Asche, leere Dosen, du lachst über das nächste Morgen. Sagst, die anderen hätten Chancen, nur du wurdest falsch geboren. Die Nächte werden immer länger, deine Wut wird immer lauter. Doch zwischen all den großen Worten wird dein Zimmer immer kleiner. Pre-Chorus Ich hab gesehen, wie du fällst und dachte noch, ich halt dich fest. Doch wer nicht gehen will nach draußen, der bleibt allein im eignen Nest. Refrain Du sagst, die Welt ist gegen dich, doch ich seh nur, wie du verschwindest. Zwischen Rauch und leeren Tagen und Geschichten, die du erfindest. Ich hab versucht, dein Licht zu finden, hab fast mein eigenes verloren. Manchmal kann man jemanden lieben und ihn trotzdem nicht mehr tragen. Bridge Vielleicht wachst du irgendwann auf wenn der Rauch sich langsam legt. Vielleicht findest du den Morgen, der hier seit Jahren vor dir steht. Und vielleicht denkst du dann zurück an den Freund, der neben dir stand. Der gegangen ist, bevor er selbst im Dunkeln verschwand. Letzter Refrain Du sagst, die Welt ist gegen dich, doch ich musste irgendwann gehen. Man kann jemandem die Tür zeigen – doch hindurch muss er selbst gehen.
Kærlighed, død og andre småting – manchmal ist das Leben eine schlechte Pointe… und trotzdem irgendwie gut. Zwischen Herzschmerz, schwarzem Humor und einem Bier in der Hand erzählt dieser Song davon, wie nah Lachen und Verlust beieinander liegen. Ein Lied über das Chaos des Lebens – und warum es sich trotzdem lohnt, weiterzutanzen.
Jeg elskede dig som min første øl, med skum i hjertet og alt for meget sølv. Du forlod mig som en pizza i regn, før vi nåede at skændes om noget i tegn – min mor, din kat, min måde at gå, du sagde: "Jeg orker ikke mere, forstå." Kærlighed, død og andre småting, man griner, man græder, og tiden går sin gang. Livet er en joke med dårlig pointe, men hey – det er i det mindste ikke kedeligt, vel sang? Så kom døden med en buket i hånden, stod i døren som om det var min bolig på stranden. Han sagde: "Det er din tur, tag dine ting," jeg spurgte: "Findes der kaffe og grin i din ring?" Han smilede skævt og sagde med stil: "Det afhænger af dit karma-profil." Kærlighed, død og andre småting, nogle dage flyver du, andre får du ingenting. Og når du falder, så gør det med stil, med hjertet i hånden og en dåseøl til. Jeg skrev dig breve i mit testamente, følelser kan vel også gå i rente. Du får mit hjerte – lidt brugt, men dit, og min playliste med alt det pinligt shit. Nu sidder jeg her på sky nummer seks, min nabo ryger, og det gør mig lidt blegs. Men du græder måske – eller ler du nu? Jeg sender dig tegn, men forbindelsen er ku'. Så lev dit liv, jeg spøger lidt rundt, og hvis du prutter, så tænk på mig sundt. Kærlighed, død og andre småting, det knuser os – men åbner også en svingdør ind. Tag livet let, spis din dessert, det er alt for kort til at være alt for nær. Så dans, så længe du kan, elsk, så længe du tør, og grin – selv døden hader det, når du stjæler hans humør.
Von verrauschten Schellackplatten bis zum endlosen Stream – Musik war nie nur Klang, sondern immer ein Spiegel ihrer Zeit. „Von Schellack bis Stream“ nimmt dich mit auf eine Reise durch Jahrzehnte, durch Rebellion, Liebe, Wandel und Technologie – und zeigt, wie jede Generation ihren eigenen Sound findet. Ein Song über Geschichte, Gefühl und die eine Konstante: Musik verbindet – egal in welcher Zeit.
(Intro – gesprochen) Dreh die Zeit zurück, wir starten im Staub, wo Musik noch rauscht und knistert – ganz genau. Jede Epoche ein Klang, jede Welle ein Beat, komm mit auf die Reise – du weißt, wie das Lied zieht. (Strophe 1) Im Dschungel der Jazzclubs, da fing es an, Louis blies die Trompete, dass die Welt sich dran spann. Schellack dreht, der Swing lebt, Billie Holiday, die ihr Leid erhebt. In Harlem tanzen Seelen frei, in Zeiten, die noch alles andre als leicht. Blues aus dem Süden, geboren aus Schmerz, eine Gitarre, ein Leben, ein offenes Herz. (Strophe 2) Dann kam der Rock ’n’ Roll wie ein Donner im Wind, Elvis schwingt Hüften, als wär er das Kind vom Gospel, vom Blues und vom Country-Song – die Jugend erwacht, laut, frei und… jung. Chuck Berry mit der Gitarre wie Feuer, Rebellion wird ein Teil vom Gehör. Zwischen Petticoats und Haartollen jede Note bringt Erkenntnis. Vom Vinyl bis zur Cloud – Musik war nie leise. Sie formt unsere Zeit, sie zeigt uns die Reise. (Refrain) Von Schellack bis Stream, wir tanzen durch Jahrzehnte. Jede Ära ein Beat, jede Note bringt Erkenntnis. Vom Vinyl bis zur Cloud – Musik war nie leise. Sie formt unsere Zeit, sie zeigt uns die Reise. (Strophe 3) Dann kamen die Sechziger – alles wird laut, Protest liegt im Takt, in der Stimme, die traut. Bob Dylan mit Worten wie scharfe Geschosse, die Beatles mit Pilzschnitt und psychedelischer Soße. Woodstock – eine Wiese, ein Traum, Hendrix zerreißt seine Gitarre im Raum. Vietnam, Flower Power, Acid Rock, Musik als Waffe, als Trost, als Schock. Die Siebziger grooven in Funk und in Soul, James Brown schreit „Get up“, das war nie hohl. Pink Floyd bringt den Wahnsinn zum Klingen, während Disco-Kugeln beginnen zu schwingen. (Strophe 4) Dann Neonlicht, Schulterpolster, Popstar-Glanz, MTV spielt das Leben im Tanz. Michael Jackson – der König der Nacht, Madonna, die mit Sex und Macht erwacht. Synthesizer malen Klang aus Neon, Depeche Mode, Eurythmics – pure Emotion. Und irgendwo schreit Punk „No Future“ laut, während Hip-Hop aus der Bronx sich aufbaut. (Refrain) Von Schellack bis Stream, wir tanzen durch Jahrzehnte. Jede Ära ein Beat, Ob Club, ob Konzert, ob allein in der Nacht – Musik hat uns immer zum Menschen gemacht. (Strophe 5) Grunge in den Neunzigern – Nirvana schreit, Kurt Cobain in zerrissener Zeit. Rap wird groß, von Tupac bis Nas, die Straße erzählt, was du nie im Radio hast. Eurodance knallt in der Bravo Hits, Boybands, Girlpower – alles im Blitz. CDs im Regal, Mixtapes auf Play, Musik war ein Schatz, nicht nur ein Display. Die Nullerjahre: MP3s regier’n, Downloads, Napster – Platten verlier’n. Eminem, Beyoncé, Indie als Sound, da wird Musik wieder schmutzig und rau. (Strophe 6) Streaming kommt – Musik wird ein Fluss, für 9,99 im Abo ein Muss. Lo-Fi-Beats und Trap im Ohr, TikTok dreht Songs ins Rampenlicht vor. Genres zerfallen, alles ist drin, ob Billie Eilish oder Synthpop aus Berlin. Künstler sind Marken, doch suchen noch Sinn – in Likes und Klicks liegt Gewinn. KI komponiert, Maschinen singen, doch echte Emotion bleibt das Ding. Denn auch wenn Algorithmen tanzen, bleibt Musik das Herz – in allen Schwanken. (Finaler Refrain) Von Schellack bis Stream, unsre Seele hat Klänge. Sie wandert durch Zeit, über Krisen, durch Strenge. beginnt das goldene Rollen.
Manche Menschen nehmen das Leben, wie es kommt – und lachen trotzdem. „Helmut lacht“ erzählt von einem Mann, bei dem selten alles rund läuft, der viel verliert, viel trägt – und trotzdem nie ganz aufhört zu schmunzeln. Ein Song zwischen Chaos und Wärme, zwischen Pannen und kleinen Wahrheiten – und dem, was am Ende bleibt.
[Strophe 1] Helmut wohnt im vierten Stock, Fahrstuhl kaputt – seit ’nem halben Jahr, kein Schock. Jeden Morgen schleppt er sich runter mit Schwung, Kaffee in der Thermos, Rücken krumm, Herz jung. Letzte Woche stand er früh auf’m Dach, sein Balkon war zu klein für den neuen Sonnenschirm-Krach. Der Wind kam vorbei, nahm das Teil mit Stil, Helmut lachte bloß: „Na gut, dann eben April!“ [Refrain] Denn Helmut lacht, wenn das Leben ihn biegt, wenn der Zufall ihm wieder ein Beinchen stellt und siegt. Er nimmt’s nicht persönlich, nimmt’s wie es ist, hat nie gelernt zu hassen, selbst wenn du ihn vergisst. Helmut lacht – das ist sein Gedicht. --- [Strophe 2] Im Job war er nie besonders gefragt, falsche Namen bei Meetings, falsch angefragt. Er verwechselte Kunden, schrieb "Liebe Oma" und schickte das an einen Mann in Yokohama. Doch Kündigung kam nie mit Tränen bei ihm, er tippte sofort ’nen Lebenslauf hin. "Ich bin flexibel", schreibt er – "nicht klug, aber da!" Dann lacht er in die Tastatur, "So war’s immer, haha!" --- [Refrain] Denn Helmut lacht, wenn’s auch keiner versteht, wenn der Strom ausfällt und das WLAN vergeht. Er liest dann Gedichte aus dem Baumarkt-Katalog, zündet ’ne Kerze an und trinkt seinen Morgenjoghurt. Helmut lacht – als wär’s nie anders gewesen. --- [Bridge – gesprochen oder gesungen] Einmal fiel er, ja, richtig tief, als sein Herz zerbrach – sie hieß Marie. Zwanzig Jahre war’n sie zwei, bis sie ging – still, leise, frei. Er fand den Abschiedsbrief im Bücherregal, daneben ein Bild, schwarz-weiß, einmal Zahl. Er las und weinte, ganz still und klein, doch lachte dann: "Jetzt trink ich deinen Wein." --- [Strophe 3] Helmut hat drei kaputte Zehen, vom Tanzen in Socken auf glattem Parkett gesehen. Sein Herd macht "Bumm", sein Kühlschrank "Klick", seine Uhr bleibt immer um Viertel vor sieben zurück. Seine Nachbarin schimpft, weil er laut Musik macht, die Songs von früher, die keiner mehr beachtet. "Sorry", ruft er durch die Wand, "aber der Refrain ist meine letzte Wand." --- [Refrain 3] Denn Helmut lacht, selbst im falschen Moment, wenn der Bus vor der Nase wegfährt und keiner ihn kennt. Wenn der Regen fällt in die Schuhe hinein, sagt er: „Dann wasch ich mir wenigstens die Zehen rein.“ Helmut lacht – das kann nicht jeder, mein Freund. --- [Outro – ruhig, ehrlich] Und irgendwann, wenn Helmut nicht mehr lacht, wenn der Vorhang fällt und das Licht schwächer macht, werden viele sagen: "Er war ein komischer Mann" und vielleicht auch: "Der einzige, der lachen kann." Ein letzter Gruß, ein leiser Witz, sein Leben – voll Pannen, doch nie ohne Sitz. Helmut lacht… und das bleibt zurück.
Eine Stimme in der Nacht – und dahinter ein Mensch, den niemand wirklich kennt. „Ich bin mehr als nur ein Klang“ erzählt von Nähe auf Distanz, von Rollen, die man spielt, und von dem Wunsch, endlich gesehen zu werden – ohne Maske, ohne Preis. Ein leiser Song über Einsamkeit, Sehnsucht und die Frage, wer bleibt, wenn das Gespräch endet.
[Strophe 1] Jeden Abend sitz ich da, mit Wein und Licht, ganz still, ganz nah an einer Stimme, die mich sucht, die Liebe seufzt, doch mich verflucht. Ich flüst’re Sehnsucht in das Ohr von Männern, die ich nie verlor. Sie wollen Nähe, Spiel, Gefühl – und ich geb’ alles – gegen viel zu viel. [Pre-Refrain] Doch wenn der Hörer fällt, bleibt nichts als Rauch, die Wörter wehen – wie in einem Brauch. Sie lieben mich in ihrer Fantasie, doch keiner fragt: „Wer bist denn du, Marie?“ [Refrain] Ich bin mehr als nur ein Klang in der Nacht, mehr als ein Stöhnen auf Bestellung gemacht. Ich bin ein Herz, das heimlich weint, wenn es sich selbst in Stimmen verneint. Ich geb’ so viel, doch bleib allein – wer sieht mich wirklich, will bei mir sein? --- [Strophe 2] Mit neunzehn kam ich aus Lyon, die Stadt war groß, mein Konto schon fast leer, die Miete viel zu viel – doch meine Stimme war mein Spiel. Sie sagten, ich sei „soft, charmant“, verkäuflich schön und elegant. Ich spielte Rollen Nacht für Nacht, doch keine davon hat mich je entfacht. [Pre-Refrain] Ich kenne Sehnsucht, doch nur fremd, bin nie die, die man wirklich kennt. Sie reden heiß, doch ich erfrier, weil niemand fragt: „Was fühlst denn du, ma chérie?“ --- [Refrain] Ich bin mehr als nur ein Klang in der Nacht, mehr als ein Stöhnen auf Bestellung gemacht. Ich bin ein Mensch mit Haut und Sinn, der sich nach echter Nähe sehnt – ganz tief drin. Ich geb’ so viel, doch bleib allein – wer sieht mich wirklich, will bei mir sein? --- [Bridge] Ich träum von Händen, die nicht kaufen, von Augen, die nicht nur rauf- und runterlaufen. Von einem Kuss, der nicht gespielt, von Liebe, die nicht einfach nur zielt. --- [Strophe 3] Vielleicht bin ich auch selbst gefangen in Rollen, die zu eng mir hangen. Doch wenn ich eines wirklich will, dann einen, der bleibt, wenn alles still. Kein Kunde, kein Vertrag, kein Lohn, nur Herz an Herz – nicht nur am Telefon. --- [Refrain – leiser, emotionaler] Ich bin mehr als nur ein Klang in der Nacht, mehr als ein Seufzen, das für Fremde erwacht. Ich bin Marie, ich leb und fühl, doch meine Welt ist oft zu kühl. Ich geb’ so viel, doch bleib allein – wer sieht mich wirklich, will bei mir sein? --- [Outro – flüsternd] „Bonsoir, ici Marie...“ Ein weiterer Abend. Ein weiteres Spiel. Vielleicht hört irgendwann jemand... mich.
Wir sehen alles – und doch sehen wir nichts. „Wir scroll’n vorbei“ wirft einen Blick auf eine Welt, in der wir ständig verbunden sind, aber immer seltener wirklich hinschauen. Ein Song über Ablenkung, Gleichgültigkeit und die leise Frage, wann wir angefangen haben, uns selbst aus den Augen zu verlieren.
[Strophe 1 – Dorfleben] In uns’rer Straße weht die Flagge alt und stumm, die Nachbarn nicken, doch niemand fragt: „Warum?“ Der Stammtisch lacht – dieselben Sprüche wie eh, doch in den Köpfen weht längst brauner Schnee. TikTok flimmert durch das Zimmer der Kleinen, doch keiner hört, wie leise sie weinen. Der Traktor fährt, die Welt bleibt stehen, man will nicht wissen, wohin wir wirklich gehen. [Strophe 2 – Stadtjugend] U-Bahn voll, Herzen leer, Markenkleider, doch kein Verkehr von echten Sätzen – nur Clips und Trends, die Welt in 30 Sekunden, das Ende in den Händen. Filter auf Schmerz, Like auf Leid, Hasskommentare sind heut’ bereit für jeden, der anders denkt, spricht, liebt – die Stadt, die früher lebt’, die jetzt vergibt. [Refrain] Wir seh’n nicht mehr hin, wir scroll’n vorbei, der Lärm wird laut, das Denken frei. Doch Freiheit heißt nicht Ego-Trip, wenn unten jemand heimlich kippt. Was ist das für 'ne neue Welt, wo Hass sich in den Köpfen hält? Zwischen Algorithmus und Parolen beginnt der Boden zu erodieren – wir holen... ...uns selbst aus den Augen. --- [Strophe 3 – Dorfjugend] Früher Bolzplatz, jetzt Bildschirmlicht, der Stolz im Dorf – verloren, schlicht. Ein junger Kopf mit Fragen voll, doch keine Antwort, alles troll. Die Alten sagen „Früher war’s besser“, doch das hilft nicht, wenn du dich zerfledderst. In Gruppenchat regiert die Wut, ein falsches Wort – und du bist gut... verflucht. [Strophe 4 – Stadtleben] Die Stadt ist bunt – auf Plakat und Wand, doch am Bahngleis zittert eine Hand. Politik redet von Klima und Wind, doch keiner fragt das obdachlose Kind. Die Rechten marschieren mit Wohlstandsfrust, sie schüren Angst, machen Hoffnung zu Dunst. Und TikTok tanzt dazu auf Beat, während die Menschlichkeit langsam verglüht. --- [Refrain] Wir seh’n nicht mehr hin, wir scroll’n vorbei, der Lärm wird laut, das Denken frei. Doch Freiheit heißt nicht Ego-Trip, wenn unten jemand heimlich kippt. Was ist das für 'ne neue Welt, wo Hass sich in den Köpfen hält? Zwischen Algorithmus und Parolen beginnt der Boden zu erodieren – wir holen... ...uns selbst aus den Augen. --- [Bridge – ruhig flüsternd] Was, wenn wir wieder Fragen stellen? Nicht liken, sondern echt erzählen? Was, wenn wir zuhören und steh’n, wenn andre wieder auf dem Randstein geh’n? Was, wenn wir mehr als Zuschauer sind – fürs Dorf, die Stadt, für jedes Kind? --- [Letzter Refrain – getragen, hoffnungsvoll] Wir seh’n wieder hin, wir steh’n nicht still, weil Schweigen auch zerstören will. Wir geben uns die Stimmen zurück, aus echtem Schmerz wächst neues Glück. Für eine Welt, die nicht vergisst, wo Mensch noch Mensch und Wahrheit ist. TikTok vergeht, doch wir besteh’n – wenn wir uns wieder gegenüber steh’n.
Er ist immer da für alle – doch kaum jemand fragt, wie es ihm wirklich geht. „Und keiner merkt, dass ich Wilhelm bin“ erzählt von einem Menschen, der gibt, zuhört, trägt – und sich dabei langsam selbst verliert. Ein leiser Song über Überforderung, Einsamkeit und den Moment, in dem man merkt, dass man selbst irgendwo auf der Strecke geblieben ist.
[Strophe 1] Wilhelm steht früh auf, macht Kaffee für zwei, doch der zweite bleibt kalt – keiner ist mehr dabei. Er trägt ein Lächeln wie ’ne Rüstung im Gesicht, doch darunter bricht’s – nur sieht man’s nicht. Immer der Erste, der fragt: „Geht’s dir gut?“ Immer bereit, voller Pflicht und Mut. Doch keiner fragt Wilhelm: „Wie geht’s eigentlich dir?“ Sein Herz – ein Raum ohne Tür. --- [Refrain] Er will die Welt retten, mit offener Hand, steht für den Frieden, baut Brücken, kein Land. Doch je mehr er gibt, desto leerer wird’s drin – und keiner merkt, dass ich Wilhelm bin. Er macht es allen recht – Tag für Tag, bis ihn keiner mehr wirklich fragt. Er lächelt für zehn, doch fühlt sich allein – und fragt sich: Wann darf ich einfach nur ich sein? --- [Strophe 2] Er sagt „Ja“, wenn er „Nein“ fühlt, aus Angst vor dem Bruch, stellt sich hinten an, macht den anderen Platz – wie ein Fluch. Er hört sich Sorgen an, trägt Lasten wie ein Baum, doch nachts liegt er wach – gefangen im Traum. Der Freund, der Retter, der stille Held, doch wer hält ihn, wenn er fällt? Denn wer für alle da ist, hat oft keinen Ort, und geht irgendwann einfach fort. --- [Refrain] Er will die Welt retten, mit offener Hand, steht für den Frieden, baut Brücken, kein Land. Doch je mehr er gibt, desto leerer wird’s drin – und keiner merkt, dass ich Wilhelm bin. Er macht es allen recht – Tag für Tag, bis ihn keiner mehr wirklich fragt. Er lächelt für zehn, doch fühlt sich allein – und fragt sich: Wann darf ich einfach nur ich sein? --- [Bridge] Zwischen Lauten der Welt und der Stille daheim, sitzt Wilhelm allein – will niemandem mehr verzeih’n. Er hat gelernt, man kann nicht jedem gefallen – und verliert sich selbst beim Versuch, für alle zu handeln. --- [Letzte Strophe] Jetzt spricht er kaum noch, meidet das Licht, schreibt Briefe an sich – doch schickt sie nicht. Er wählt die Einsamkeit, weil’s dort ruhiger ist, als in einer Welt, die vergisst, wer er ist. --- [Letzter Refrain] Er wollte nur helfen, war ehrlich, war gut, doch am Ende fehlt ihm der eigene Mut. Die Last auf den Schultern, das Herz längst dahin – und keiner merkt, dass ich Wilhelm bin. Er macht es allen recht – Tag für Tag, doch wer bleibt übrig, wenn keiner ihn mag? Ein Mann, der nur wollte, dass Frieden beginnt – doch sich selbst darüber blind.
Zwischen dem, was gesagt wird, und dem, was ankommt, liegt oft eine ganze Welt. „Was ich schreib, ist nicht, was du hörst“ erzählt von diesem Abstand – von Worten, die mehr meinen, als sie zeigen, und von Bedeutungen, die sich im Zuhören verändern. Ein Song über Sprache, Missverständnisse und die leise Wahrheit zwischen den Zeilen.
[Strophe 1] Ich sitz’ vor dem Blatt, der Stift in der Hand, Worte wie Sand, zerrinnen im Verstand. Was ich sagen will, bleibt irgendwo stecken, zwischen Herz und Papier – schwer zu entdecken. Ein Satz zu direkt, klingt wie ein Schrei, ein Bild zu offen – schon zieht’s vorbei. Ich mein es so tief, doch du hörst nur Klang, der ankommt wie Lärm, nicht wie mein Gesang. --- [Refrain] Denn was ich schreib, ist nicht, was du hörst, jeder Vers wird verdreht, jedes Bild gekürzt. Ich bau mir ne Brücke, aus Sprache und Klang, doch du siehst nur Steine und nennst es Zwang. Ich will, dass du fühlst, was ich wirklich mein, doch du liest nur das, was passt dir rein. Zwischen Zeilen – so viel Raum für Streit, wenn Ehrlichkeit in Bedeutung zerreißt. --- [Strophe 2] Manchmal schreib ich in Rätseln, versteck mich im Wort, mal laut, mal leise, doch oft geht’s mir fort. Ich reim nicht zum Reimen, ich sing nicht zum Spaß, doch ein falscher Ton – und schon kommt der Hass. „Warum so traurig?“ – „Warum so leer?“ „Das klingt nach Kritik, das gehört sich nicht mehr.“ Ich wollt nur erzählen, was drückt auf der Brust, doch du hörst nur Wut oder Egos Frust. --- [Refrain] Denn was ich schreib, ist nicht, was du hörst, jeder Vers wird verdreht, jedes Bild gekürzt. Ich bau mir ne Brücke, aus Sprache und Klang, doch du siehst nur Steine und nennst es Zwang. Ich will, dass du fühlst, was ich wirklich mein, doch du liest nur das, was passt dir rein. Zwischen Zeilen – so viel Raum für Streit, wenn Ehrlichkeit in Bedeutung zerreißt. --- [Bridge] Vielleicht ist ein Lied nie wirklich mein, sobald es erklingt, gehört’s dir allein. Was du darin siehst, liegt nicht mehr bei mir, ob du’s hasst oder liebst – ich verlier die Regie hier. Doch trotzdem schreib ich, so ehrlich ich kann, auch wenn’s niemand liest, auch wenn’s keiner bann. Denn irgendwo draußen, liest einer wie du, und hört endlich das, was ich wirklich tu. --- [Letzter Refrain] Denn was ich schreib, ist mehr als nur Klang, es ist meine Seele – gebrochen, nicht krank. Vielleicht verstehst du’s, vielleicht auch nicht – doch ich geb mein Herz in jedes Gedicht. Und wenn du es drehst, verdrehst, zerreißt – dann weiß ich, dass du’s wenigstens liest und begreifst: Lieder sind Fenster, nicht schwarz, nicht weiß – und manchmal liegt Wahrheit im leisesten Kreis.
Ein Raum, ein Bett, ein stiller Moment – und Gedanken, die nicht leiser werden. „Einsamkeit“ erzählt von der Art von Alleinsein, die man nicht sieht, aber jeden Tag spürt. Ein leiser Song über Nähe, die fehlt – und über das, was bleibt, wenn alles andere still wird.
[Strophe 1] Es ist still in meinem Zimmer, doch die Stille ist nicht leer. Sie trägt die Stimmen meiner Zweifel, sie wiegt schwer, so unendlich schwer. Kein Lachen in den Wänden, nur das Ticken meiner Zeit. Ich schau aus meinem Fenster, doch der Tag zieht kalt vorbei. --- [Strophe 2] Ich geh durch volle Straßen, und fühl mich doch allein. Menschen reden, leben weiter, ich bleib unsichtbar, klein. Jede Stimme ein Echo, das nicht zu mir gehört. Ich ruf – doch keiner hört mich. Ich hab mich wohl verstellt, verirrt. --- [Refrain] Einsamkeit, mein alter Freund, du sitzt oft an meinem Tisch. Du bringst Gedanken mit und Schatten, ein bittersüßes Gleichgewicht. Du bist da in guten Zeiten, und schreist in dunkler Nacht. Wenn alle Lichter draußen leuchten, bist du’s, der bei mir wacht. --- [Strophe 3] Manchmal trag ich ein Lächeln, das nie mein Eigen war. Ich sag „Mir geht es bestens“, doch fühl mich seltsam starr. Die Nähe tut am meisten weh, wenn sie nicht echt gemeint. Ein Arm um meine Schulter – doch mein Herz bleibt ungemein. --- [Bridge] Ich hab’s versucht mit Ablenkung, mit Liebe auf Abruf. Mit Lärm, mit Licht, mit Flucht nach vorn – doch du bist nie weit genug. Denn du bist nicht nur Leere, du bist Spiegel meiner Haut. Du zeigst mir, wer ich bin geworden, wenn keiner wirklich schaut. --- [Letzter Refrain] Einsamkeit, du bleibst ein Teil, auch wenn ich nach dir schrei. Du lehrst mich meine tiefsten Seiten, auf schmerzhafte Art ganz frei. Vielleicht bist du ein Kapitel, nicht mein ganzes Lebensbild. Doch heut Nacht bleibst du mein Atem, mein Gedanke, der nicht stillt. ---
Manche Kämpfe sieht niemand. „Ich bin Wilhelm“ erzählt von der Wut, die keinen klaren Grund kennt, von Gedanken, die sich gegen einen selbst richten, und von dem leisen Wunsch, einfach nicht mehr allein damit zu sein. Ein Song über das, was innen passiert – wenn man nach außen still bleibt.
[Strophe 1] Ich bin Wilhelm – und in mir brennt ein Feuer, das keiner kennt. Nicht laut, nicht lodernd, aber echt, ein Funke, der mich täglich zerfetzt. Die Wut, sie wohnt tief in meinem Bauch, kommt ohne Grund, doch findet sie auch ihr Ziel in allem, was mich umgibt – obwohl’s doch mich selbst am meisten trifft. --- [Strophe 2] Ich schrei nach innen, nach einem Halt, doch was ich fühl, ist nur Gewalt. Nicht gegen dich, nicht gegen euch, doch du stehst da, und schon zerbricht’s. Denn ich hör Kritik wie einen Schlag, jede Meinung ein Gerichtstag. Ich sag nichts, ich schließ mich ein, doch innen drin schrei ich allein. --- [Refrain] Ich bin wütend – ohne Richtung, ohne Ziel, ein Vulkan, der schweigt und doch zu viel. Ich hass mich dafür, wer ich bin, doch stoß euch fort, obwohl ich leer darin bin. Ich bin Wilhelm – zerbrochen, lautlos, blind, und trag im Sturm das zornige Kind. --- [Strophe 3] Ich kann nicht sagen, was ich brauch, denn jedes Wort schnürt mir die Luft zu – auch wenn du nur fragst, wie’s mir heut geht, fühl ich mich klein, fühl mich verdreht. Ich bau mir Mauern, ohne Sinn, fress alles rein und lächel dünn. Bis es platzt, in einem Satz, der dich trifft, obwohl du nie mein Feind warst. --- [Bridge] Wie soll man lieben, wenn man sich hasst? Wie soll man hören, wenn man alles fasst als Angriff, Urteil, Abgesang – mein Herz ein Käfig, mein Kopf ein Zwang. Ich wär so gern der, der euch nicht wehtut, doch bin nur ein Schatten voller Wut. Ein Spiegel, der euch falsch zeigt – weil ich mich selbst im Dunkel neig. --- [Letzter Refrain] Ich bin wütend – ohne Richtung, ohne Ziel, ein Rätsel, das sich selbst nicht fühlt. Ich hass mich dafür, wer ich bin, doch bitte verlass mich nicht darin. Ich bin Wilhelm – gebrochen, suchend, stumm, und weiß, mein Herz schlägt viel zu krumm. --- [Outro] Vielleicht lern ich irgendwann zu steh’n, statt mich selbst im Weg zu seh’n. Doch heut bleibt nur, was keiner kennt: Ein Mann, der sich selbst fremd nennt.
Wir halten uns für aufgeklärt, reflektiert und bewusst – und übersehen dabei oft uns selbst. „Die große Dummheit in uns allen“ blickt hinter die Fassade aus Wissen und Selbstoptimierung und zeigt, wie leicht wir uns im eigenen Denken verlieren. Ein Song über Widersprüche, Selbsttäuschung – und die leise Chance, darüber auch mal zu lachen.
[Strophe 1] Wir halten uns für rational, für klar im Kopf, für logisch, doch unterm Denken brodelt’s laut, verwirrt, getrieben, chronisch. Wir kaufen Dinge gegen Leere, lieben Bilder, keine Menschen, und streiten über Weltanschau’n, mit Argumenten wie aus Gänsen. Wir sagen: „Ich bin offen, tolerant“, doch meinen „solang du wie ich denkst“. Wir glauben an Empathie – bis du was Falsches schenkst. Wir projizieren uns in andere, verwechseln Nähe mit Besitz, und nennen toxisch, was uns spiegelt, doch nie das eigne Angesicht. [Refrain] Ach, die große Dummheit in uns allen, versteckt sich gut im klugen Schein. Sie will gefallen, nicht verfallen – doch lässt uns nie ganz ehrlich sein. Wir wissen viel, wir fühlen wenig, reden viel und hören kaum. Und jeder hält sich selbst für selig in seinem selbstgezimmerten Traum. [Strophe 2] Wir sind abhängig von Bestätigung, von Likes, von Mails, von Blicken. Und denken doch, wir seien frei – nur weil wir selber klicken. Wir therapieren Kindheitsschmerzen mit Podcasts und mit Tweets, und nennen jedes Unbehagen gleich ein Trauma, das man sieht. Wir sagen: „Ich hab Grenzen jetzt“, und meinen Mauern aus Beton. Wir sagen: „Ich bin achtsam heut“, doch leben nur im Phone. Wir meiden Tiefe wie das Feuer, reden über Selbstwertschätzung – doch wenn’s drauf ankommt, fliehn wir fort vor jeder echten Selbstbegegnung. [Refrain] Ach, die große Dummheit in uns allen, sie trägt 'nen Anzug oder Kleid. Sie lässt uns glänzen, doch verfallen in Einsamkeit zu zweit. Wir kennen alle psychischen Muster, wir sind Experten für das Ich – doch wenn uns wer zu nah kommt, werden wir seltsam, kalt und stichig. [Bridge] Wir erklären die Welt, doch nicht uns selbst, wissen alles über Dopamin, haben gelernt, wie man sich selbst optimiert – nur das Herz bleibt kindlich, ungeimpft und dünn. Wir flirten mit Begriffen wie "toxisch" und "klar", doch leben passiv-aggressiv – Jahr für Jahr. [Strophe 3] Wir fliehen in Ironie und Witz, wenn echte Nähe droht, und wenn wir uns mal zeigen, tun wir’s strategisch – nicht im Not. Wir nennen uns "verkopft", statt zu sagen: "Ich hab Angst", und reden über Schatten, doch niemand geht da lang. [Refrain] Ach, die große Dummheit in uns allen, sie wohnt in jedem klugen Kopf. Sie lässt uns reden, statt zu handeln, und sitzt mit uns beim Psychodoc. Sie sagt: „Du bist besonders, tief und echt“, doch will, dass keiner widerspricht. Und wenn wir doch mal weinen müssten, sagen wir: „Mir fehlt nur Licht.“ [Outro] Vielleicht ist das nicht schlimm, vielleicht ist's auch nur wahr – wir Menschen sind voll Fehler, und das macht uns sogar klar. Doch wenn wir lachen über uns selbst, vielleicht beginnt’s dann neu – das Denken, das Fühlen, das Leben – ganz ohne psychologischen Scheu.
Ein ganzes Leben zwischen Träumen, Entscheidungen und dem, was am Ende wirklich bleibt. „Wo sind die Träume“ erzählt von Tim – von Aufbruch, Verlust, Gewohnheit und den leisen Momenten dazwischen, in denen man merkt, wie schnell die Jahre vergehen. Ein Song über das, was wir suchen – und über das, was vielleicht die ganze Zeit schon da war.
[Strophe 1] Tim kam auf die Welt, ein winziger Schrei, in Mamas Armen, Papas Stolz dabei. Die ersten Schritte, auf wackligen Beinen, viel Lachen, viel Liebe – in kindlichen Reimen. Der erste Kuss, die erste Nacht, das erste Bier, heimlich gemacht. Dann kam der Schmerz, die erste Trennung, das Herz im Sturm, ohne Verblendung. [Strophe 2] Mit Freunden träumt er: Musik, Rebellion, sie gründen ’ne Band, mit wilder Vision. Doch Egos krachen, Träume verglüh’n, wie Feuerwerk, das zu früh verzieh’n. Er schwenkt den Pinsel statt das Mic, lernt das Malerhandwerk, Tag für Tag. Und auf der Baustelle, grau und roh, traf er Marie – so klar, so froh. [Refrain] Wo sind die Träume, wo sind sie geblieben? Hat der Alltag sie einfach vertrieben? Pinsel in Händen, Farbe im Haar, doch das Leben bleibt oft unsichtbar. Und wenn der Wein am Abend spricht, löst er die Leere in Tim doch nicht. Nur Marie bleibt, bleibt wie sie war – das Licht in seinem Lebensjahr. [Strophe 3] Drei Kinder später, das Haus ist voll, doch die Nähe zu ihr – nicht mehr so doll. Er arbeitet hart, wird Malermeister, zieht durch die Jahre, wird immer fleiß’ger. Der Wein wird Pflicht, die Nacht wird leer, die Stille in ihm wird immer mehr. Doch dann entdeckt er – mit schlechtem Gewissen – gekaufte Nähe in fremden Kissen. [Strophe 4] Die Kinder werden groß, zieh’n hinaus, bauen ihr Leben, wie einst dieses Haus. Doch Tim sieht's kommen, wie Mauern brechen, wenn Träume an der Wirklichkeit zerbrechen. Der Jüngste übernimmt sein Werk, steht in der Halle – allein, verstärkt. Doch auch er trägt Narben, wie sein Vater einst, lebt in Scheidung, still und vereint. [Refrain] Wo sind die Träume, wo sind sie geblieben? Hat die Pflicht sie einfach vertrieben? Tim sieht sich selbst in jedem Blick, und spürt, wie Zeit die Schultern drückt. Doch Marie bleibt, mit leiser Kraft, die Einzige, die’s mit ihm schafft. Und wenn er morgens nicht mehr aufsteht, ist sie die, die bei ihm steht. [Bridge] Er liegt oft im Bett, schaut an die Decke, als ob er dort seine Träume entdecke. Die Kraft versiegt, die Tage schwinden, doch etwas Neues beginnt zu finden. Marie sitzt still, hält seine Hand, kein Urteil, kein Trotz – nur Liebesband. Und Tim erkennt, was er nie verstand: Nicht Träume zählen, sondern wer bei dir stand. [Letzte Strophe] Die Haare grau, der Blick verschwommen, die Jahre sind still und leise gekommen. Und als der letzte Abend fällt, zieht Dunkelheit über seine Welt. Marie lächelt, ihre Augen weich, für diesen Blick – da war alles gleich. Tim lächelt zurück, so wie ein Kind, und geht dann fort mit leisem Wind. [Outro] Wo sind die Träume? Vielleicht nie fort. Sie lebten in ihr, an diesem Ort. Nicht Ruhm, nicht Geld, nicht Meisterhand – nur Liebe, die bei ihm stand. Und wenn die Welt in Farben zerfließt, ist es Marie, die ihn nie verließ.
Man sieht es nicht immer von außen. „Ich will doch nur normal sein“ erzählt von dem stillen Kampf im Inneren – von Gedanken, die sich wiederholen, von Momenten, die andere nicht verstehen. Ein Song über Zwang, Scham und den Wunsch, einfach nur man selbst sein zu dürfen – ohne sich erklären zu müssen.
[Strophe 1] Ich zähl die Schritte, immer vier, bis zur Tür, sonst stimmt was nicht bei mir. Lichtschalter, Klick – noch mal zurück, hab ihn schon gedrückt, doch es fehlt ein Stück. Blicke spür ich wie Nadeln auf der Haut, "Warum macht der das?" wird leise geraunt. Ich lächle müde, sag gar nichts mehr, weil erklären bringt nix, es versteht doch keiner mehr. [Refrain] Ich will doch nur normal sein, nicht gefangen im Ritual sein. Nicht ständig kämpfen mit dem Zwang in mir, doch er flüstert laut – und ich verlier. Peinlich, wie ich manchmal steh und zitter, Blicke schneiden tiefer, werden bitter. Ich will doch nur – einfach nur sein, doch was in mir tobt, lässt mich allein. [Strophe 2] Ich seh sie lachen, tun so cool, machen Witze, testen, ob ich tu’s. "Was passiert, wenn ich das hier verschieb?" Ein Spiel für sie – für mich ein Hieb. Ich will nicht schreien, ich will nicht flieh’n, doch innerlich bleibt nichts stabil besteh’n. Ich erklär mich, doch Worte klingen leer, sie nicken nett – und machen weiter mehr. [Refrain] Ich will doch nur normal sein, nicht der Freak mit seinem Tick sein. Nicht der, der zehnmal Hände wäscht, weil sein Kopf ihm sagt, sonst wird's schlecht. Peinlich, wie ich plötzlich still werd, wie ich Dinge tu, von denen keiner was hört. Ich will doch nur – ein bisschen Frieden, doch ich bin gefangen in diesen Rieden. [Bridge] Und nachts, wenn’s still ist, frag ich mich leise: Bin ich mehr als nur die gleiche scheiß Schleife? Kann man mich lieben – mit all dem Chaos im Kopf, oder ist das hier mein einziger Trost? Ich will nicht Mitleid, ich will kein Murren, ich will nur manchmal nicht mehr die Kontrolle verlieren. Ein Tag, wo ich atme – frei von Zwang, ein Tag, der nicht mit Kampf begann. [Letzter Refrain] Ich will doch nur normal sein, nicht ständig mein Feind sein. Nicht der, der sich schämt für jeden Schritt, der sich fragt: „Bin ich noch ich?“ Und wenn du lachst – tu’s nicht für dich, denk dran: Jeder trägt sein eignes Gesicht. Ich bin mehr als mein Zwang, mehr als das hier – ich bin ich… mit Narben, Mut und viel zu viel Gespür.
Wir wissen es eigentlich besser – und machen es trotzdem falsch. „Ganz schön dumm“ wirft einen Blick auf den ganz normalen Wahnsinn des Alltags: zwischen Halbwissen, Gewohnheit und der erstaunlichen Fähigkeit, sich selbst im Weg zu stehen. Ein Song zum Schmunzeln – und vielleicht zum leisen Nachdenken.
(Strophe 1) Sie parken auf dem Radweg, mitten im Verkehr, stehen dann empört da: „Ich steh doch nur kurz hier!“ Sie glauben, Mikrowellen machen WLAN kaputt, und tragen Aluhüte – das sei für die Gesundheit gut. Sie kaufen Wasser in Plastik für drei Euro das Stück, werfen’s dann weg – direkt im Wald, kein Müll zurück. Sie glotzen in ihr Handy beim Gehen über Rot, und wundern sich dann später: „Warum lag ich im Schock?“ (Refrain) Ganz schön dumm, was wir so treiben – manchmal fragt man sich, wie wir überhaupt überleben. Wir rennen im Kreis, mit Scheuklappen auf, und klopfen uns selbst für den Blödsinn noch drauf. Ganz schön dumm – doch irgendwie wahr, der Mensch bleibt halt Mensch – Jahr für Jahr. (Strophe 2) Sie glauben, die Erde ist flach wie 'ne Scheibe, diskutieren im Netz, dass es Drachen noch gäbe. Sie kippen Öl ins Klo, weil’s ja weg muss, und meckern, wenn der Fluss dann stinkt wie Verdruss. Sie kaufen Diät-Tees für zwanzig das Stück, essen dann trotzdem drei Pizzen am Stück. Sie glauben, ein Like rettet Kinder in Not, und posten ihr Frühstück – das fünfte Croissant mit Schok’. (Refrain) Ganz schön dumm, was wir so machen, manchmal hilft da nur noch lachen. Wir wissen es besser, doch handeln verkehrt – denn Einsicht war nie unser stärkstes Schwert. Ganz schön dumm – und trotzdem charmant, wir tanzen im Chaos – Hand in Hand. (Bridge) Alexa weiß alles, doch keiner hört zu, Fake-News sind Wahrheit und Logik macht Ruh’. Wir reden von Frieden – mit Waffen in der Hand, und wundern uns ernsthaft: „Warum brennt dieses Land?“ (Letzter Refrain) Ganz schön dumm – das ist kein Scherz, doch irgendwo tief drin schlägt da noch ein Herz. Vielleicht lern’n wir’s irgendwann – Stück für Stück, bis dahin singen wir dieses Lied – und drücken auf „Zurück“.
Manchmal sind es die kleinen Dinge, die alles verändern. Ein Lächeln, ein Lied, ein Moment, der kurz still wird – und plötzlich fühlt sich das Leben wieder leicht an. „Schön ist das Leben“ ist ein Song über genau diese Augenblicke, die uns erinnern, dass das Gute oft schon da ist.
(Strophe 1) Ein erster Kaffee, noch halb verschlafen, die Sonne kitzelt durch den Fensterrand. Ein Lächeln von ’nem Fremden auf der Straße, und plötzlich fühlt sich alles leicht und warm an. Ein Kind, das lacht, ganz ohne Grund, ein Hund, der wild durch Pfützen springt. Der Duft von Regen auf heißem Asphalt, und dieses Lied, das in Gedanken klingt. (Refrain) Schön ist das Leben, in all seinen Farben, in Stille, in Lärm, in tiefen Narben. In jedem Moment liegt ein kleiner Zauber, man muss nur still sein – und trauen zu glauben. Schön ist das Leben – so wild und so weit, und manchmal genügt schon ein Augenblick Zeit. (Strophe 2) Ein Lagerfeuer in der Sommernacht, Gesichter glühen, Geschichten erwacht. Der erste Schnee fällt lautlos sacht, und die Welt wird kurz ganz still und sacht. Ein Lied im Radio – Erinnerung pur, das Herz schlägt schneller, du spürst die Spur. Der Blick vom Berg ins weite Tal, und plötzlich weißt du: Das Leben ist genial. (Refrain) Schön ist das Leben, im Großen wie Kleinen, in Tränen, im Lachen, im Schweigen, im Weinen. Im ersten Kuss, im letzten Tanz, im Loslassen und in der zweiten Chance. Schön ist das Leben – so zart und so klar, es flüstert dir leise: Ich bin immer da. (Bridge) Wenn du fällst – steh wieder auf, denn auch im Dunkeln geht die Sonne auf. Jeder Tag ist ein Geschenk, kein Muss, ein neuer Anfang, ein kleiner Kuss. (Letzter Refrain) Schön ist das Leben – wenn du’s sehen willst, wenn du atmest, fühlst und Lücken füllst. Kein Tag kommt je zurück wie heut, drum heb dein Herz – und sei bereit. Denn schön ist das Leben – ganz ohne Frage, in jedem Augenblick – an jedem Tage.
Was bleibt, wenn niemand mehr zuhört? „Chronik einer letzten Welt“ erzählt vom langsamen Zerfall – von einer Menschheit, die Warnungen überhört, Grenzen verschiebt und erst versteht, was sie hatte, als es längst verloren ist. Ein Lied wie ein letzter Eintrag: über Gier, über Schuld – und über eine Welt, die einmal lebte.
(Intro – Flüstern, ruhig) Sie sagten, wir hätten Zeit… Doch keiner hörte hin. Die Uhren liefen weiter, doch niemand fragte: „Wohin?“ --- (Strophe 1 – Rückblick) Wir standen einst auf goldnen Feldern, unter Sonnen, hell und klar. Die Bäume trugen Kinderlieder, die Luft – so rein, so wunderbar. Doch irgendwann kam dieser Hunger, nach mehr, nach Macht, nach Geld. Und langsam wuchsen Mauern zwischen Mensch und ganzer Welt. (Strophe 2 – Technik und Gier) Wir schufen Götter aus Maschinen, gaben ihnen unser Wort. Vergaßen, was uns menschlich macht, und trieben die Natur fort. Die Meere fluteten die Küsten, doch wir bauten nur noch mehr. Beton erstickte Wurzeln, und der Himmel wurde leer. --- (Refrain – Anklagend, ergreifend) Dies ist die Chronik einer letzten Welt, die sich selbst zu Boden fällt. Wir hatten Warnungen im Wind, doch taten, als wir taub und blind. Dies ist das Lied von Feuer und Eis, vom letzten Tag, vom höchsten Preis. Ein letzter Blick, ein letzter Klang – der Menschheit Untergang. --- (Strophe 3 – Soziale Spaltung) Wir teilten uns in Schwarz und Weiß, in Reich und Arm, in Mein und Dein. Der Bildschirm wurde unser Leben, das echte durfte draußen sein. Wir lachten über Klimazahlen, verspotteten die Wissenschaft. Statt Brücken bauten wir nur Mauern und nannten’s freie Kraft. (Strophe 4 – Zusammenbruch) Dann kamen Jahre ohne Ernten, mit Stürmen, Flammen, Sand. Die Wälder fielen schweigend, kein Leben mehr im Land. Kriege um die Wasserreste, um Luft, um Licht, um Zeit – die Menschheit kämpfte bis zum Ende, doch war nicht mehr bereit. --- (Refrain – laut, dramatisch) Dies ist die Chronik einer letzten Welt, wo jeder Mensch das Schwert noch hält. Doch ohne Feind, nur gegen sich, verblasst das Feuer, bricht das Licht. Dies ist das Lied von Tod und Schuld, von Gier, Verlust und Menschenhuld. Kein Heldenmut, kein letzter Plan – nur Staub, wo einst ein Eden war. --- (Bridge – Hoffnungslos, dann still) Die Städte sind nun leere Schatten, von dem, was einst gebaut. Kein Flüstern mehr in Gassen, nur Wind, der Trümmer kaut. Kein Kind, das fragt: „Warum, Mama?“ Kein Stern, der für uns scheint. Nur eine Erde, still verwundet, von Wesen, die gemeint… …sie seien mehr. --- (Outro – ruhig, melancholisch) Vielleicht wächst eines fernen Tages ein Blatt aus kaltem Stein. Und flüstert in den Äther: „Hier durfte Leben sein.“ Doch niemand wird es lesen, kein Auge sieht den Grund. Denn dies war unsere letzte Stunde, unsre allerletzte Rund’.
Erwachsenwerden heißt oft, zu merken, dass niemand wirklich weiß, wohin es geht. „Niemand hat die Karte“ erzählt von diesem stillen Moment dazwischen – zwischen Erwartungen und Realität, zwischen Zweifel und dem Wunsch, endlich anzukommen. Ein Song über das Suchen, das Stolpern und die leise Erkenntnis, dass wir vielleicht alle nur lernen, Schritt für Schritt unseren eigenen Weg zu gehen.
[Verse 1] Anna schaut aus ihrem Fenster, Lichter tanzen in der Stadt. Sie dachte immer, große Menschen haben einen Plan parat. Als Kind glaubte sie an Antworten, alles wirkt so klar und breit. „Wenn ich groß bin, weiß ich alles“ – doch die Wahrheit kommt mit Zeit. [Chorus] Niemand hat die Karte für das Leben in der Hand. Alle tun nur so, als wär das Chaos gut geplant. Jeder stolpert durch die Tage, doch wir gehen immer weiter. Anna lacht und sagt: „Vielleicht macht uns genau das hier gescheiter.“ [Verse 2] Anna wohnt jetzt ganz alleine, eine Wohnung viel zu groß. Googelt, wie man Wäsche sortet, fühlt sich dabei halb nervös, halb groß. Ihr Chef wirkt stark und sicher, doch sein Blick verrät: „Ich weiß es nicht.“ Und Anna merkt: Wir alle spielen ein kleines Impro-Leben-Licht. [Chorus] Niemand hat die Karte für das Leben in der Hand. Alle tun nur so, als wär das Chaos gut geplant. Jeder stolpert durch die Tage, doch wir gehen immer weiter. Anna lacht und sagt: „Vielleicht macht uns genau das hier gescheiter.“ [Bridge] In der Nacht fragt sie sich leise: „Wird das morgen leichter sein?“ Doch dann lächelt sie ein bisschen, denn wir wachsen Stück für Stück hinein. [Final Chorus] Niemand hat die Karte für das Leben in der Hand. Alle tun nur so, als wär das Chaos gut geplant. Und doch finden wir Momente, die das Herz ein wenig heilen. Anna sagt: „Vielleicht ist das Geheimnis, einfach weiter hinzufallen — und wieder aufzustehen.“
Zwischen all den Menschen, die scheinbar wissen, wohin sie gehen, steht jemand, der noch sucht. „Ein Leben wie alle anderen“ erzählt von dem Wunsch, einfach anzukommen – im eigenen Kopf, im eigenen Leben. Ein leiser Song über Zweifel, Vergleiche und die Hoffnung, dass man vielleicht näher dran ist, als man glaubt.
[Verse 1] Ich seh die Menschen draußen lachen, sie laufen leicht durch ihren Tag. Und ich frag mich, warum mein Herz so schwer ist wie ein Stein im Magen. Alle reden von Zukunftsplänen, von Träumen, die sich endlich erfüllen. Und ich steh irgendwo dazwischen, weiß nicht mal, wo ich eigentlich hin will. [Pre-Chorus] Ich kämpf mich durch jede Stunde, doch es fühlt sich an wie Stillstand. Und manchmal frag ich mich leise: Werd ich jemals ankommen wie sie? [Chorus] Ich will ein Leben wie alle anderen, eins, das sich nicht dauernd falsch anfühlt. Ich will auch mal sagen können: „Mir geht’s gut“, und dass es wirklich stimmt. Ich will ein Zuhause in mir finden, nicht immer auf der Flucht vor mir selbst. Ich will ein Leben wie alle anderen — warum fühlt es sich so weit entfernt an? [Verse 2] Ich seh Beziehungen entstehen, Freundschaften, die tragen und halten. Und ich frag mich, warum meine Welt so oft im Schatten stehen bleibt. Ich geb mein Bestes, jeden Tag, doch irgendwie reicht’s nie ganz. Ich wünsch mir nur ein kleines Stück von dem Licht, das andere so leicht fangen. [Pre-Chorus] Und wenn die Nacht wieder leiser wird, hör ich meine Zweifel im Dunkeln. Doch irgendwo in all dem Lärm schlägt mein Herz und sagt: „Gib nicht auf.“ [Chorus] Ich will ein Leben wie alle anderen, eins, das mich nicht ständig zerreißt. Ich will auch mal morgens aufwachen und fühlen, dass etwas besser wird als gestern. Ich will ein bisschen Frieden im Kopf, ein bisschen Liebe, die bleibt. Ich will ein Leben wie alle anderen — wann ist es endlich so weit? [Bridge] Vielleicht braucht Glück nur Mut, vielleicht wächst Hoffnung langsam. Vielleicht bin ich näher dran, als ich es heute sehen kann. Und vielleicht, ganz vielleicht, wartet mein Leben schon auf mich — ich muss nur noch hingehen. [Final Chorus] Ich will ein Leben wie alle anderen, und vielleicht schaff ich es irgendwann. Ein Leben, das mich trägt und fühlt, wie ein Zuhause, das ich selber baue. Ich will ein Morgen, das mir glaubt, wenn ich sage, dass es gut sein kann. Ich will ein Leben wie alle anderen — und ich geb mich nicht mehr auf.
Sie nennen es Ordnung. Sie nennen es Schutz. Doch zwischen den Worten liegt etwas anderes. „Novitschek zum Frühstück“ ist ein Lied über Macht, Angst und die Art von Lügen, die so oft wiederholt werden, bis sie wie Wahrheit klingen. Ein Song über das Gift von oben – und über den Moment, in dem man sich entscheidet, es nicht mehr zu schlucken.
(Strophe 1) Sie kippen jeden Morgen ihre Lügen in die Kehlen, erzählen vom „Befreien“, während Städte untergehen. Die Generäle zählen Körper wie andere ihr Geld, und nennen jedes Opfer „notwendig fürs Vaterland“ – für ihre Welt. (Pre-Chorus) Wer sagt, was wirklich brennt, wird aus dem Bild gelöscht, ein Name, der verschwindet, wenn die Wahrheit zu laut röchelt. (Chorus) Novitschek zum Frühstück – das Gift kommt von oben, ein Staat, der seine Kinder mit Angst nach vorne schoben. Sie nennen es Patriotismus, doch es riecht nach Grab und Pflicht, Novitschek zum Frühstück – und nein, wir schlucken es nicht. (Strophe 2) Panzer über Grenzen, und sie tun so, als wär’s normal, als wäre ein toter Nachbar nur ein Kollateralschaden im Wahlprogramm. Die Propaganda frisst die Seelen, die noch sehen können, und wer „Krieg“ beim Namen nennt, wird zum Schweigen verbannt – für immer. (Pre-Chorus) Denn jedes Nein zur Macht klingt wie ein Schuss im Flur, und jede Frage ist gefährlicher als die Front selbst, nur pur. (Chorus) Novitschek zum Frühstück – das Gift kommt von oben, ein Staat, der seine Kinder mit Angst nach vorne schoben. Sie nennen es Patriotismus, doch es riecht nach Grab und Pflicht, Novitschek zum Frühstück – und nein, wir schlucken es nicht. (Bridge) Wie viele Särge braucht ein Zarenreich, bis ihm seine Krone bricht? Wie viele Lügen trägt ein Volk, bis es sagt: „Genug, wir wollen Licht.“ (Final Chorus) Novitschek zum Frühstück – sie wollen uns betäuben, doch wir halten ihre Wahrheit nicht mehr fest wie teure Eiben. Ihr Schattenreich zerbröckelt, wenn ein freies Wort aufbricht, Novitschek zum Frühstück – doch wir ersticken nicht.
Manchmal zerbrechen die Dinge, die wir am meisten mögen. Nicht aus Bosheit – sondern einfach, weil sie aus Glas sind. „Meine Bong aus Glas (Klirr Klirr Herz)“ ist ein Lied über diese seltsame Form von Liebe zu etwas Zerbrechlichem. Man pflegt es, repariert es, klebt die Risse – und hofft jedes Mal, dass es diesmal hält. Doch irgendwann kommt wieder dieses Geräusch: Klirr. Ein kleines Lied über Rauch, Glas und die Tragikomödie, sich immer wieder in etwas zu verlieben, das schon beim nächsten Moment auseinanderfallen kann.
[Verse] Ich polier' dich jeden Morgen Mit Liebe und mit Glanz Du strahlst wie ein Juwel In meinem kleinen Tanz [Chorus] Oh meine Bong Mein Herz Mein Ding Mit jedem Zug ein neues Schwingen Doch brichst du immer Du machst mich krank Mein Herz zerbricht Du Bong aus Glas Klirr klang [Verse 2] Nur das Beste kommt in dich rein Kein Dreck Kein Mist Nur Sonnenschein Ich stopf' dich voll mit grüner Pracht Und du schenkst mir die schönste Nacht [Prechorus] Doch dann – ein Riss Ein Knall Du liegst am Boden Wie ein Fall [Chorus] Oh meine Bong Mein Herz Mein Ding Mit jedem Zug ein neues Schwingen Doch brichst du immer Du machst mich krank Mein Herz zerbricht Du Bong aus Glas Klirr klang [Bridge] Warum Warum tust du mir das an Ich lieb' dich doch so sehr Verdammt Ich kleb' dich Flick' dich Stück für Stück Doch du zerfällst Nimmst mein Glück
Manche Menschen verschwinden nicht auf einmal. Sie gehen langsam – mit jedem Tag ein kleines Stück mehr. Ein Stuhl bleibt stehen, ein Platz am Fenster bleibt frei, und plötzlich trägt ein Raum mehr Erinnerungen als Worte. **„Der leere Stuhl am Fenster“** ist ein Lied über Verlust, über das Festhalten an kleinen Dingen – und darüber, wie schwer es ist, jemanden wirklich gehen zu lassen.
[Verse 1] Da steht er noch am Fenster, der Stuhl, auf dem du jeden Morgen saßt. Das Licht fällt immer noch genauso, als wärst du nur kurz weggegangen, nicht für immer fort. Ich geh an ihm vorbei wie jeden Tag, und sag mir leise: Morgen räum ich ihn weg. Doch ich tu’s nicht, weil ich weiß, dass der Stuhl das Letzte ist, das noch von dir bleibt. [Pre-Chorus] Und jedes Mal, wenn der Wind die Scheiben streift, dreh ich mich um, als wärst du wieder hier. Ich weiß, es ist verrückt — doch dieses kleine Stück Hoffnung hält mich irgendwie am Leben. [Chorus] Denn ich verlier dich nicht auf einmal, ich verlier dich Stück für Stück. Mit jedem Tag, an dem der Stuhl leer bleibt, nimmt die Stille mehr von dir mit. Und ich halt mich an Erinnerungen fest, so fest, dass meine Hände zittern. Der leere Stuhl am Fenster sagt mehr als jedes Wort, das wir uns nie gesagt haben. [Verse 2] Dein Duft verblasst im Zimmer, wie ein Foto, das zu lange Sonne sieht. Ich hör noch deine halben Sätze, und dein Lachen, das die Enden übertönt. Ich leg die Hand auf die Lehne, als wär’s deine Haut, die ich berühr. Doch Holz bleibt Holz — und trotzdem fühl ich dich darin. [Pre-Chorus] Und wenn die Dunkelheit die Wohnung füllt, frag ich mich, ob du irgendwo noch lachst. Ich würd so gern die Zeit zurückdrehn, doch der Stuhl zeigt mir, dass sie längst verrinnt. [Chorus] Denn ich verlier dich nicht auf einmal, ich verlier dich Stück für Stück. Mit jedem Tag, an dem der Stuhl leer bleibt, nimmt die Stille mehr von dir mit. Und ich halt mich an Erinnerungen fest, so fest, dass meine Hände zittern. Der leere Stuhl am Fenster sagt mehr als jedes Wort, das wir uns nie gesagt haben. [Bridge] Vielleicht schieb ich ihn irgendwann weg, doch heut bin ich dafür noch zu schwach. Denn solange er da steht, hast du in diesem Raum noch Platz. Und vielleicht… vielleicht auch in mir. [Final Chorus] Ich verlier dich nicht auf einmal, ich verlier dich Stück für Stück. Doch in jedem Lichtstrahl auf der Lehne find ich ein kleines bisschen dich zurück. Wenn die Welt dich langsam löscht, halt ich dich in meinem Herzen fest. Der leere Stuhl am Fenster bleibt mein letzter Rest von dir — und das Einzige, das noch nicht vergeht.